System-Integration

Unsere DIgSILENT Produkte PowerFactory und StationWare werden bei Kunden in komplexen Geschäftsprozessen eingesetzt und nutzen Daten aus anderen Informationssystemen (GIS, SCADA, etc.). Das DIgSILENT Projekt-Team entwickelt in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden solche kundenspezifischen Integrationslösungen, die eine zentrale und effiziente Datenhaltung und die Automatisierung von Prozessen ermöglichen.

GIS-Integration

Zusammen mit Asset-Management-Systemen stellen geografische Informationssysteme die Hauptquellen für Netztopologie- und Betriebsmitteldaten dar. Viele Versorgungsunternehmen verwenden in GIS-Anwendungen exportierte Daten als Basis für das PowerFactory-Netzmodell. Diese exportierten Daten können detaillierte Anlagendaten einschließlich Topologiedaten, Leitungs-/Kabeldaten, Last-/Erzeugungsdaten sowie GPS-Koordinaten/Informationen aus schematischen Darstellungen usw. umfassen. Das integrierte Ver- und Abgleichswerkzeug unterstützt ebenso wie die Versionierungsfunktion in idealer Weise den häufigen Datenaustausch mit GIS-Systemen. PowerFactory-Engines werden direkt in GIS-Systeme eingebunden und stellen so unterschiedlichste Berechnungsfunktionen bereit, wie zum Beispiel die Berechnung der Erzeugungsleistung von an das Niederspannungsnetz angeschlossenen erneuerbaren Energiequellen.


SCADA-Integration

Die PowerFactory-OPC-Schnittstelle wird weltweit für die Echtzeit-Integration von PowerFactory in SCADA-Systeme verwendet. Der Anwendungsbereich erstreckt sich von der Online-Zustandsschätzung über Funktionen im Simulationsmodus (Dispatchplanung für die Lastflussrechnung, Ausfallanalyse, Validierung von Schalthandlungen) bis hin zu einer dynamischen Netzsimulation in Echtzeit mittels des Dispatcher-Training-Simulators. Hersteller von Regeleinrichtungen verwenden die PowerFactory-OPC-Schnittstelle zur Entwicklung von Reglern, z.B. von Reglern für intelligente Stromnetze (Smart Grids), PV-Anlagen oder Windparks.


Automatisierung von Geschäftsprozessen

PowerFactory unterstützt standardmäßige ENTSO-E-Betriebsplanungsprozesse wie beispielsweise D2CF, DACF und IDCF (Intraday). Der Intraday-Prozess wird als ein vollautomatischer, parallelisierter Prozess ausgeführt. Der ESB-Schnittstellenadapter ermöglicht einen nachrichtenbasierten Datenaustausch, beispielsweise für Lastprognosen, Krafwerksfahrpläne, den geplanten Leistungsaustausch zwischen den Regelzonen, UCTE-DEF-Dateien, EMS-Snapshots sowie Daten zur dynamischen Strombelastbarkeit von Freileitungen und Marktkopplung. Die kombinierte MS-/NS-Berechnung für das Verteilnetz eines ganzen Landes (> 2000 MS-Schaltanlagen) wurde mit Hilfe von PowerFactory und dem Massenexport von Daten aus GIS-Anwendungen automatisiert.


Integrationskomponenten

Der PowerFactory-Engine-Modus stellt externen Systemen das gesamte Funktionsspektrum von PowerFactory bereit. Die Engines können über die PowerFactory-Anwendungsprogrammierschnittstelle (API) sowie DPL- oder Python-Skripte gesteuert werden. Diverse Schnittstellen wie CIM, UCTE-DEF, OPC und DGS unterstützen den bidirektionalen Datenaustausch mit verschiedenen Systemen. Der ESB-Schnittstellenadapter wird mit einem Enterprise Service Bus verbunden und ermöglicht auf diese Weise einen modernen nachrichtenbasierten Datenaustausch. Die Engine-Manager-Komponente gewährt über Webdienste Zugang zu mehreren PowerFactory-Engines. Durch die integrierte Warteschlangensteuerungs- und Ausführungsplanungsfunktion lässt sich die Engine leichter in andere Anwendungen einbinden.